Cy Twombly

Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst in Basel

Zahlreiche Werke dieses grossartigen, 2011 in Rom verstorbenen Künstlers durfte ich in Venedig anlässlich der Biennale im Ca’Pesaro – Museum für Moderne Kunst – betrachten. Einzigartig sind seine letzen grossformatigen Bilder, die mich in ihrer ganzen Farbenpracht und Pinselgestik an einen Rosengarten erinnern. Und nun zeigt das Museum für Gegenwartskunst in Basel einige seiner Werke. Sehen kann man vorwiegend Arbeiten von 1950 bis 1970 aus der Sammlung des Kunstmuseums Basel ergänzt mit Werken der Emanuel Hoffmann-Stiftung und der Daros Collection. Interessant, die Entwicklung seiner Werke in der Ausstellung zu verfolgen. Sein früheres Bildfeld ist oft bestimmt von dynamischen, gleichmässig verteilten Bleistift- und Kreidelinien, zum Teil mit lesbaren Schriften. Ja, seine Bilder, eine Mischung von monochromer Malerei und Bleistift-Gekritzel, haben mich ja schon immer sehr in ihren Bann gezogen.

Und bei dieser Gelegenheit nicht vergessen, nebst der Besichtigung einiger Meisterwerke von Cézanne bis Richter in den obersten Stock zu gehen, zu Joseph Beuys. Seine auf Video festgehaltene Aktion «wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt», ist einfach faszinierend und total eindrücklich.

Beitragsbild: Aus dem Buch «The Essential Cy Twombly» von Laszlo Glozer und Thierry Greub.

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