Vincent Kriste

Geb. 1979 in Zürich

Vincent Kriste ist ein Materialfetischist, ein Malereiforscher und Augentäuscher. Farbe und Leinwand sind die Stoffe, aus denen er seine Bilder macht, die oft ihrerseits unscheinbaren Details aus den Räumen, in denen sie hängen, zum Verwechseln ähnlich sehen oder Dingen, mit denen diese Räume möbliert sein könnten – einem Sofa, einer Ritterrüstung, einer Vase mit Blumen.

Die Präzision, mit der er sich dabei an die Nachbildung der Wirklichkeit macht, lässt seine Malerei unweigerlich in die Nähe des Trompe l’œils rücken. Aber die perfekte Illusion interessiert Kriste dabei nur bedingt. Sie ist für ihn lediglich Mittel zum Zweck. Was ihn interessiert, sind die Möglichkeiten der Malerei, Bilder zu schaffen, die als Modelle ihrer eigenen Ambivalenz funktionieren und damit zugleich immer all das mit ausstellen, was die Illusion grundsätzlich kaschieren möchte: ihre Objekthaftigkeit, ihre Materialität, ihren Raumbezug.

Malerei ist ziemlich absurd, je mehr sie sich der Wirklichkeit nähert, desto absurder wird sie.

… sagt Vincent Kriste zu seiner Arbeit.

Ausbildung

  • Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
  • Grafikfachklasse und Studiengang Kunst
  • Atelier-Stipendien in Havanna, Leipzig und Paris

Orte

  • Kunsthaus Baselland
  • Kunst(zeug)Haus Rapperswil
  • Plattform 08
  • Museum Bärengasse
  • Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen